Projekt „Ankommen in der Kunst“

 

Die Betrachtung von Bildern öffnet Wege des Austausches auf Ebenen, die auch ohne oder mit nur wenig Sprache auskommen. Die Zielsetzung ist, die Menschen zu erreichen, die als Flüchtlinge für eine unbestimmte Zeit in Deutschland Zuflucht gefunden haben, und ihnen das dadurch aufgezwungene „Leben im Moment“ zu erleichtern; denn das vermag Kunst auf besondere Art und Weise. Es beginnt mit einer Hand, die gereicht wird und kann im Projektverlauf zu einer Brücke in die „neue Welt“ werden.

Geplanter Ablauf:
Eine Gruppe Flüchtlingskinder mit ihren Eltern wird einmal pro Woche von einer Künstlerin in die Kunsthalle begleitet, wo auf allen erdenklichen Wegen über die Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart reflektiert wird. Wo anfangs die Sprache noch fehlt, wird notfalls mit Händen und Füßen gestikuliert und im Arbeitsraum nach Umsetzungen der angerissenen Themen gesucht. Dabei sollen die Kinder auch zu Übersetzern werden, denn sie können dadurch, dass sie zur Schule gehen, meist schneller Deutsch als ihre Eltern.
Die Themen sind mit Absicht sehr offen gewählt, damit sprachliche Barrieren nicht zum Scheitern der Besuche führen. Es wird flexibel auf die jeweiligen Möglichkeiten der Kommunikation eingegangen, was von Besuch zu Besuch variieren wird.
Das Projekt richtet sich gezielt auch an die Eltern, die ihre Kinder nicht nur begleiten, sondern auch aktiv an der Bildbetrachtung und der praktischen Arbeit teilnehmen sollen.

Die museumspädagogisch-verantwortliche Führerin, Frau Anja Grosse, die alle Besuche in der Kunsthalle leiten wird, hat in der Vergangenheit schon umfangreichen Erfahrungen mit unterschiedlichsten Gruppen gesammelt, vor allem auch mit Kindern und Erwachsenen, die aus schwierigen Verhältnissen stammen.

Keyfacts:

Projekt „Ankommen in der Kunst“ in Zusammenarbeit mit der Hamburger Kunsthalle und der Budnianer Hilfe e.V.
ca. 20 Besuche/Workshops p.a.

Ermöglicht wird das Projekt durch die freundliche Unterstützung der Budnianer Hilfe e.V..