Wie können junge Menschen mental gestärkt werden? Welche Verantwortung tragen Politik, Zivilgesellschaft und Stiftungen? Und welche Unterstützung braucht es, damit junge Menschen Zuversicht entwickeln und ihre Zukunft aktiv gestalten können?
Diesen Fragen widmete sich Stiftung Kulturglück mit dem Panel »Freiheit im Kopf. Die junge Generation, mentale Gesundheit und die Rolle von Politik und Zivilgesellschaft« beim Deutschen Stiftungstag 2026 in Hamburg.
Die Resonanz war groß. Der Saal im CCH war sehr gut besucht, zahlreiche Fragen aus dem Publikum konnten aufgrund der begrenzten Zeit nicht mehr aufgegriffen werden. Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung wurde angeregt weiterdiskutiert. Für viele Besucherinnen und Besucher war spürbar: Das Thema bewegt und der Bedarf an Austausch ist groß.
Unter der Moderation von Vorständin Nicola Verstl und dem Schirmherrn der Stiftung Kulturglück, Ingo Zamperoni, diskutierten Quentin Gärtner, ehemaliger Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, die SPD-Politikerin Aydan Özoğuz, Dr. Jörg Dräger, geschäftsführender Stiftungsrat der Kühne-Stiftung, der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort und die Moderatorin Anke Harnack über die Herausforderungen, vor denen viele junge Menschen heute stehen.
Dabei wurde deutlich, dass mentale Gesundheit nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie steht in engem Zusammenhang mit Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe, Zukunftsperspektiven und den Rahmenbedingungen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen.
Quentin Gärtner machte auf den hohen Druck aufmerksam, den viele junge Menschen erleben, und betonte die Bedeutung verlässlicher Unterstützungsstrukturen. Aydan Özoğuz erinnerte daran, dass die Forderung nach mehr Schulsozialarbeit seit Jahren auf dem Tisch liegt und entsprechendes Fachpersonal an Schulen dringend benötigt wird. Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort sprach sich dafür aus, Lehrerzimmer zu öffnen, nahbarer zu werden und die Schüler:innen mehr einzubeziehen, um sie besser begleiten und stärken zu können.
Auch die Rolle der Stiftungen wurde intensiv diskutiert. Dr. Jörg Dräger plädierte für einen stärkeren Schulterschluss im Stiftungswesen und dafür, wirksame Ansätze gemeinsam weiterzuentwickeln. Anke Harnack warb dafür, neue Perspektiven zuzulassen und gesellschaftliche Herausforderungen mit Mut und Offenheit anzugehen.
Ein Gedanke zog sich durch die gesamte Diskussion: Mentale Gesundheit ist keine rein individuelle Frage. Sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe.
Die Rückmeldungen aus dem Publikum und vom Bundesverband Deutscher Stiftungen haben gezeigt, wie sehr dieses Thema bewegt. Für Stiftung Kulturglück ist dies Ansporn, den Dialog fortzuführen und gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern daran zu arbeiten, dass junge Menschen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.
Wir danken allen Podiumsgästen, Besucherinnen und Besuchern sowie dem Deutschen Stiftungstag für den offenen Austausch und die vielen wertvollen Impulse.
Fotos: DST26 ©Ausserhofer David / Bundesverband Deutscher Stiftungen





